Life Sciences im Verein Deutscher Ingenieure: August 2013

Neue Richtlinie zum GVO-Monitoring
Die europäische Richtlinie über die absichtliche Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in die Umwelt (2001/18/EG) fordert eine Beobachtung (Monitoring) der Umweltwirkungen, die durch GVO verursacht werden können. Hierbei muss das Monitoring so durchgeführt werden, dass Reproduzierbarkeit und somit Datenvergleichbarkeit sichergestellt sind. Der VDI ist im staatsentlastenden Auftrag damit befasst, für das Monitoring geeignete Verfahren zu entwickeln und zu beschreiben. Diese Verfahren werden in einer eigenen Richtlinienreihe zum GVO-Monitoring veröffentlicht.
In dieser Reihe erscheint im August 2013 die VDI-Richtlinie 4331 Blatt 2: Verfahren zur Extraktion von Nukleinsäuren aus Böden zur Analyse von mikrobiellen Gemeinschaften und zum Nachweis transgener DNA.

Aus Boden extrahierte Nukleinsäuren können als Ausgangsmaterial zum Nachweis von im Boden lebenden Mikroorganismen und zur Ermittlung ihrer Vielfalt dienen. Zusätzlich können die Bodennukleinsäuren auch zum Nachweis pflanzlicher Gene genutzt werden, z. B. um transgene DNA (rekombinante Gene) aus gentechnisch veränderten Pflanzen zu detektieren. Die Nachweise der jeweiligen Zielgene, sei es für die Charakterisierung der mikrobiellen Vielfalt oder für den GVO-Nachweis, erfolgt dabei vor allem mit Hilfe der PCR aus den Boden-extrahierten Nukleinsäuren.

Derartige Protokolle wurden erstmals Ende der 1980er Jahre publiziert und werden seitdem zunehmend in Forschungslaboratorien - bis heute aber nicht in der Praxis der Boden-Analytik - eingesetzt. In dieser Richtlinie werden die wichtigen Grundprinzipien erläutert und Beispielprotokolle zur Extraktion von Nukleinsäuren aus Böden gegeben. Die Richtlinie umfasst 27 Seiten und ist zweisprachig (deutsch / englisch) zu einem Preis von 78,- € beim Beuth-Verlag in Berlin erhältlich.

Krankenhäuser fit für die Zukunft gestalten
Forschung und Entwicklung zum Thema Green Hospital nehmen gegenwärtig in der Gesundheitswirtschaft eine zentrale Rolle ein. Eine Herausforderung ist, die Fachleute aus den vielen beteiligten Bereichen zu vereinen und sie gemeinsam Zukunftslösungen erarbeiten zu lassen.

Der VDI hat jetzt eine geeignete Plattform geschaffen und einen Fachausschuss „Green Hospital" mit über 30 Fachleuten aus den Bereichen Architektur, Facility-Management, Hygiene, Medizintechnik, Planung, Qualitätssicherung und Ressourceneffizienz unter der Leitung von Prof. Horst Weißsieker konstituiert. Neben den Richtlinien sind Veranstaltungen, Fachpublikationen und auch politische Stellungnahmen geplant.

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Verein Deutscher Ingenieure (VDI)
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: +49 (0) 211 62 14-0
Telefax: +49 (0) 211 62 14-575

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