REACH: Registrierungsfrist für chemische Stoffe läuft im Mai 2013 ab

REACH: Zu vielen derzeit auf dem Markt befindlichen Chemikalien existieren bislang noch keine genauen Informationen über deren Gefahren- und Risikopotenzial. Diese zu bestimmen und den jeweiligen Stoff registrieren zu lassen, ist seit der EU-Verordnung REACH Pflicht für Hersteller, Importeure und auch Anwender. Das betrifft rund 60.000 Chemikalien seit Inkrafttreten von REACH im Jahre 2007. Nach erfolgreicher Vorregistrierungsphase endet eine zweite Registrierungsfrist Ende Mai 2013. Die dritte Frist endet 2018 und betrifft vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Weil die Anforderungen von REACH umfangreich sind und besonders bei KMU wichtige Kapazitäten binden können, raten Experten, frühzeitig aktiv zu werden.

REACH verlagert die Verantwortung für den sicheren Umgang mit chemischen Stoffen auf die Hersteller, Importeure sowie nachgeschaltete Anwender und Händler. Unternehmen aller Branchen stehen hohen Anforderungen gegenüber - sowohl bei technischen Anforderungen wie der fristgerechten Registrierung als auch bei wirtschaftlichen und organisatorischen Herausforderungen. Die neuen Verordnungen sind komplex und umfangreich. Ziel ist, Beschäftigte, die Verbraucher und die Umwelt noch besser zu schützen. Ende 2010 war die erste Registrierungsfrist abgelaufen für chemische Stoffe, die in großen Mengen vermarktet werden. In 28.000 Dossiers wurden EU-weit fast 4.900 verschiedene Stoffe erfasst. Bis 31. Mai dürften nochmals ebenso viele Stoffe registriert werden. Dieses Mal stehen mittlere Stoffmengen im Zentrum (≥ 100-1.000 Tonnen pro Jahr). Mitte 2018 müssen dann auch die verbliebenen kleineren Mengen chemischer Stoffe ab 1 Tonne pro Jahr erfasst sein. Bei Nanomaterialien existieren of Unklarheiten bezüglich der Registrierung. Informationen dazu erhalten sie z. B. bei diesem Helpdesk.

Herstellungs- und Vermarktungsverbot für nicht registrierte Chemikalien

Nicht registrierte chemische Stoffe dürfen nach Ablauf der jeweiligen Frist innerhalb der Europäischen Union nicht mehr hergestellt oder in Verkehr gebracht werden.

Abgesehen von einigen Ausnahmen gilt die Registrierungspflicht für Stoffe ab 1 Tonne pro Jahr, die in der EU produziert oder in die EU importiert werden. Weitergehende Anforderungen ergeben sich z. B. je nach Einstufung. Generell ist bei gefährlichen Stoffen vom Lieferanten ein Sicherheitsdatenblatt vorzulegen, in dem auch die Verwendung des Stoffs berücksichtigt werden muss. Darin sollen eine Sicherheitsbeurteilung und vorgeschlagene Maßnahmen zur Risikominderung enthalten sein. Wichtig ist zudem die zuverlässige Informationsweitergabe innerhalb der Lieferkette - vom Hersteller oder Importeur über den Händler bis zum Anwender. Nur so kann die Registrierung alle Verwendungen berücksichtigen.

Mittelstandsinitiative: frühzeitiger Handlungsbedarf für KMU

Kleine und mittlere Unternehmen stellt REACH aus zwei Gründen vor besondere Herausforderungen. Werden bestimmte Stoffe in unteren Mengenbändern hergestellt oder importiert, ist zum einen oft nicht bekannt, ob die Mengenschwelle von 1 t/a tatsächlich überschritten wird oder der jeweilige Stoff 2018 überhaupt noch vermarktet wird. Zum anderen verfügen viele KMU nicht immer über genug personelle Kapazitäten, um sich mit REACH intensiv genug zu befassen. In der Folge kommt es zu typischen Registrierungsfehlern mit der Gefahr, dass das Unternehmen die Herstellung oder den Handel mit dem jeweiligen Stoff einstellen muss. Die sinnvolle und vorausschauende Auslegung der REACH-Anforderungen kann für KMU nicht selten existenzrelevant sein.

Für kleinere Stoffmengen ab 1 Tonne pro Jahr endet die Registrierungspflicht zwar erst 2018. Diese Frist betrifft insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Doch gerade dort kann die Umsetzung des umfangreichen Regelwerks zeitintensiv sein. Nicht immer sind die Verpflichtungen und Konsequenzen auf den ersten Blick ersichtlich und der Komplexitätsgrad wird oft unterschätzt. Experten empfehlen den Verantwortlichen, schon heute die Registrierungspflicht bis 2018 anzugehen, um nicht in Zeitverzug zukommen.

Die so genannte Mittelstandinitiative von TÜV SÜD sichert als spezieller REACH-Service für KMU eine fristgerechte, wirtschaftliche und erfolgreiche Registrierung von chemischen Stoffen. Üblicherweise sind KMU Co-Registranten. Für diese wird die Einreichung des Registrierungsdossiers koordiniert. Es entfällt bspw. die Einarbeitung in IUCLID und REACH-IT sowie die ständige Pflege dieser EDV-Systeme. Das vereinfacht den Gesamtprozess und das Unternehmen kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren

www.tuev-sued.de/anlagen_bau_industrietechnik

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