Science2Start 2012

Mikroreferenzelektrode für die Biosensorik prämiert

  • Preisträger des Science2Start-Wettbewerbs 2012: Gorden Steve Link, Tobias Ensslen und Massimo Kubon, Arbeitsgruppe BioMEMS & Sensorik am NMIPreisträger des Science2Start-Wettbewerbs 2012: Gorden Steve Link, Tobias Ensslen und Massimo Kubon, Arbeitsgruppe BioMEMS & Sensorik am NMI

Der Ideen-Wettbewerb Science2Start 2012 prämierte eine neuartige Mikroreferenzelektrode, die von Massimo Kubon, Tobias Ensslen und Gorden Steve Link entwickelt wurde. Dem Team aus Ingenieuren und Chemikern vom NMI ist es gelungen, mit Hilfe eines ionenleitfähigen Kunststoffs ein wichtiges Funktionselement für die Biosensorik zu miniaturisieren und damit die Überwachung von Stoffwechselprodukten in Produktionsprozessen entscheidend zu vereinfachen.

Die aus Wissenschaftlern, Wagniskapitalgebern und Unternehmern zusammengesetzte Jury überzeugte die wissenschaftliche Exzellenz und das wirtschaftliche Potenzial dieser patentierten Entwicklung. Für viele biochemische Prozesse bedarf es z. B. bei der Herstellung von Bioprodukten oder Arzneimitteln oder zur Patientenüberwachung im Intensivbereich der kontinuierlichen Analyse, sei es zur Überprüfung der korrekten Funktionalität, zur Fehlersuche oder zum frühzeitigen Erkennen von Störungen. Sensoren sollten dabei sehr klein und wartungsarm sein. Für Referenzelektroden, die in allen Sensoren eingesetzt werden, war eine Miniaturisierung bisher nicht möglich.

Diesen Engpass für die Realisierung elektrochemischer, kalibrierfreier Mikromesssysteme überwindet nun die im Ideenwettbewerb ausgezeichnete Mikroreferenzelektrode. Dabei setzen die Forscher des NMI auf eine neue Bauform der Elektrode: statt der herkömmlich flüssigkeitsbasierten Glaselektrodenbauform entwickelten sie ein Modell auf Basis eines ionenleitfähigen Kunststoffs. Resultat ist eine Elektrode, die sich mit gängigen mikrosystem-technischen Verfahren kostengünstig miniaturisieren lässt, und hervorragende elektrochemische Eigenschaften zeigt. Langzeitstabil, lagerfähig, sterilisierbar und biokompatibel - mit diesem Profil empfiehlt sich die neue Elektrode für ein weites Anwendungsfeld, beispielsweise in der Medizintechnik für die Überwachung von Intensivpatienten oder zur Diabetestherapie, in der chemischen Industrie und Biotechnologie oder in der Umwelt- und Lebensmittelanalytik.

„Gute Ideen und Visionen aus der Forschung sind die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg.

Wir freuen uns deshalb sehr, dass in diesem Jahr wieder ein Team aus unserem Haus zu den Preisträgern im Ideenwettbewerb Science2Start gehört. Die Entwicklung der Mikroreferenzelektrode ist eine tolle Teamleistung und begeistert durch ihre pfiffige Idee und ihren konkreten Nutzen bei vielen Anwendungen. Dies zeigt einmal mehr, die besondere Anwendungsorientierung des NMI" freute sich Dr. Alfred Stett, stellvertretender Institutsleiter, anlässlich der Preisverleihung.

www.nmi.de

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