01.04.2010
NewsInterviews

eBusiness-Lösungen für den Laboreinkauf

Optimierung im Bestellprozess

  • eBusiness-Lösungen für den Laboreinkauf eBusiness-Lösungen für den Laboreinkauf
  • eBusiness-Lösungen für den Laboreinkauf
  • Bernd Heimeier, Leiter e-Business Deutschland
  • Dietmar Klein, Marketingleiter Deutschland
  • VWR Bestellübersicht

Zeit ist Geld und nicht erst seit der Weltwirtschaftskrise ist „Prozessoptimierung" ein geflügeltes Wort in jedem Unternehmen. Auch in der Beschaffung von Laborverbrauchsmaterialien und Laborchemikalien steckt für Firmen und Universitäten viel Optimierungspotential. Der Laborgroßhändler VWR International, der bereits heute 50% seines Auftragseingangs online abwickelt, bietet mit seinem Online-Bestellsystem nicht nur umfangreiche Suchfunktionen zum schnellen Auffinden der gewünschten Produkte, sondern auch individuelle e-Business-Lösungen an.
GIT sprach mit Dietmar Klein, Marketingleiter Deutschland und Bernd Heimeier, Leiter e-Business Deutschland über das System und verschiedene Nutzungsmöglichkeiten. Das Interview führten Dr. Anja Gaugel und Dr. Katja Habermüller.

Herr Klein, was unterscheidet den VWR LabShop von anderen Webshops?


D. Klein: Ein entscheidender Vorteil von vwr.com ist sicherlich die Vielfalt unseres Angebots. Das komplette VWR-Sortiment mit über 850.000 Produkten ist online verfügbar und ermöglicht dadurch den Kunden fast ihren gesamten Laborbedarf bei uns abzudecken. Das erspart z.B. mühsames Surfen auf verschiedenen Herstellerseiten und Einzelbestellungen, die unter Umständen sogar noch mit höheren Kosten verbunden sind. Hervorzuheben sind die kundenindividuellen Eingabemöglichkeiten von z.B. Kostenstellen, Projektnummern, Vertragsnummern oder kundeneigenen Auftragsnummern. Desweiteren werden verschiedene Dokumente wie z.B. technische Datenblätter, Sicherheitsdatenblätter und chargenbezogene Analysenzertifikate für Chemikalien online zur Verfügung gestellt.

Wie findet sich der Nutzer in diesem riesigen Sortiment zurecht?

D. Klein: Hierbei helfen zahlreiche optimierte Suchfunktionen u.a. nach VWR-Katalognummer, Hersteller-Artikelnummer, CAS-Nummer oder Summenformel bei Chemikalien und Volltextsuche im online-Katalog. Einen besonderen Service bietet dem Anwender die grafische Strukturformelsuche. Hier können Molekülstrukturen gezeichnet und dann die entsprechenden Produkte angezeigt werden. Sind die VWR-Artikelnummern bekannt, können bis zu 50 Artikel direkt über die Funktion „Expressorder" in den Warenkorb gelegt werden.

B. Heimeier: Sehr häufig wird auch die Index-Suche oder die Synonymsuche benutzt. Hier kann mit typischen Begriffen aus dem Laborslang gesucht werden, wie z.B. „Rührfische" (Magnetrührstäbchen) oder „Holzgeist" (Methanol). Für Routinebestellungen kann sich jeder registrierte Nutzer auch individuelle Einkaufslisten anlegen und diese Listen mit anderen Kollegen teilen, oder eine Best-Buy-Liste aus vorangegangenen Bestellungen erstellen. Wobei jeder Kunde die Lagerverfügbarkeiten und seine individuellen Nettopreise auf der Katalogseite, sowie im Warenkorb angezeigt bekommt.

Das Stichwort gemeinsame Bestellung bringt uns zum Thema Warenströme und Logistik. Gibt es Schnittstellen zu Warenwirtschaftsystemen von Kunden und wie sehen diese aus?

B. Heimeier:
Die gängstige Methode ist die direkte Schnittstelle zwischen dem Kundensystem und dem VWR Shop, die sog. OCI Schnittstelle (Open Catalog Interface). Wir haben aber auch Kunden die zum Beispiel Ariba oder Oracle PunchOut Schnittstellen nutzen. D.h. alle in der Industrie standardisierten Schnittstellen können mit unserem VWR Shop verwendet werden. Durch die Kopplung ans Warenwirtschaftssystem kann der Kunde just-in-time bestellen und so z.B. seine Lagerkosten optimieren. Diese Lösungen werden bei VWR durch drei e-business Spezialisten im Außendienst sowie einen kompetenten Support im Innendienst umgesetzt. Beratung vor Ort, sowie Anwenderschulungen sind ein kostenloser Service der VWR e-business Abteilung.

D. Klein: Mit Hilfe unserer e-Business Tools können wir aus dem Kundendialog heraus, individuelle Einstellungen im Bereich Budgetverwaltung, Artikelsortiment und Berechtigungen vornehmen. Ein weiterer Service sind sogenannte JIT-Listen (Just in Time). Hier können den Mitarbeitern im Suchergebnis präferierte Produkte angezeigt werden. D.h der Kunde kann den Einkauf seiner Mitarbeiter gezielt steuern.

Zu unseren Zeiten an der Universität musste man noch Kostenvoranschläge einholen, ist dies somit nicht mehr nötig sind?

D. Klein: Der VWR Shop verfügt über ein komplettes Angebotstool, welches die Anfrage von Angeboten per e-Mail ermöglicht. Dieses Tool wird nur nach Rücksprache kundenindividuell freigeschaltet.

Kann ich denn als Nutzer den Stand meiner Aufträge verfolgen?

D. Klein: Ja. Unsere Kunden können sich in der Auftragsverfolgung alle Details wie zum Beispiel Lieferdatum, Liefer- sowie Rechnungsnummer online anzeigen lassen.

Eine weitere Möglichkeit zur Lagerverwaltung bietet das VSR Stockroom Management. Was verbirgt sich dahinter?

D. Klein: VSR (Virtual Stock Room) ist ein virtuelles Lagermanagementsystem für unsere Kunden basierend auf der VWR Datenbank. Dieses Tool kann die komplette Lagerhaltung des Kunden, wie z.B. Lagerbestände, Mindest- und Maximalbestände, Bestellungen, Warenein- und Warenabgänge, u.a. auch für „nicht-VWR-Lieferanten" abbilden. Unterstützend hilft der VWR Easybarcode Scanner.

Herr Heimeier, Frage an den IT Spezialisten: Welches Shopsystem verwendet vwr.com? Eine Eigenentwicklung, Open Source oder proprietäre Software?

B. Heimeier:
Das ist eine gute Frage. Das Gesamtsystem ist selbst programmiert, es enthält aber auch zugekaufte Komponenten wie Datenbank- und Suchfunktionen.

Aus dem online-Banking kennt man das https-Protokoll für sichere Datenübertragung. Verwenden Sie das auch auf vwr.com?

B. Heimeier:
Unseren e-Business Kunden bieten wir diese Möglichkeit an und etwa die Hälfte der Großkunden nutzt https. Der Webshop selbst arbeitet mit http, wobei jedoch zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen wie Firewalls und Passwort-Schutz getroffen werden. Ganz wichtig ist zum Beispiel auch, dass die Lieferadressen nicht überschrieben werden können, damit sich niemand Chemikalien oder ähnliches nach Hause schicken lassen kann.

Werfen wir zum Schluss noch einen Blick in die Zukunft. Was wird es für Neuerungen geben? Wo sehen Sie Trends?

D. Klein: Zunächst einmal dürfen sich unsere Kunden auf eine übersichtlichere und nutzerfreundlichere Struktur unserer Homepage freuen, mit der wir wahrscheinlich im zweiten Halbjahr 2010 online gehen werden. Darüber hinaus arbeiten wir derzeit an zusätzlichen Features, zu denen ich an dieser Stelle aber noch nichts verraten möchte, außer dass wir den „Bundling"-Ansatz - den wir privat alle z.B. von Amazon kennen - verfeinern und ausbauen werden, um unseren Kunden den Bestellvorgang weiter zu erleichtern.

www.vwr.com

 

 

 

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VWR International GmbH
Donaustraße 1
65451 Kelsterbach
Deutschland
Telefon: +49 6107 9008 500

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