30.09.2010
NewsInterviews

Sicherheit durch Containment

Interview mit Michael Altmann, Managing Director, Skan

  • Michael Altmann, Managing Director, SkanMichael Altmann, Managing Director, Skan
  • Michael Altmann, Managing Director, Skan
  • Sicherheitswerkbank der Firma Skan

Die Firma Skan versteht sich als Know-how-Company und macht mit reinraumtechnischen Innovationen seit vier Jahrzehnten die Arbeit im chemisch-pharmazeutischen Labor einfacher und sicherer. Die neuartige prozessorientierte Betrachtung der Arbeitsweisen, in Bezug auf die oft unbekannte Toxizität aktiver Substanzen, führt zu größerer Sensibilität für den Schutz der Mitarbeiter und ihrer Umgebung im Umgang mit diesen Stoffen. Der Arbeitsschutz und die Arbeitssicherheit werden immer wichtiger. Darüber und über das Erfolgsrezept von Skan sprach GIT mit Michael Altmann, Managing Director, Skan.


Herr Altmann, Skan ist bekannt für Sicherheit und Reinraumtechnik. Nach welchen Strukturmerkmalen haben Sie Ihr Unternehmen organisiert?
M. Altmann:
Grundsätzlich sind wir eine Firma, die sich, den Kunden angepasst, in zwei Divisionen gliedert: Die Industrial Division, welche weltweit führend pharmazeutische Isolatoren herstellt und die Labor Gruppe welche sich jetzt im europäischen Aufbau befindet.
Die Lab Division wickelt vorrangig Projekte in den chemisch-pharmazeutischen Laboratorien ab und bietet dafür einen überdurchschnittlichen Support. Dieser zweite Geschäftszweig der Skan AG konzentriert sich auf die sichere Handhabung kritischer Arbeitsschritte mit dem dafür notwendigen Containment im Labor. Die unterschiedlichen Containments wie Biosicherheitsanlagen, Sicherheitsabzüge und Labor-Isolatoren sind dazu da, je nach verlangter Schutzart, den Anwender, die Produkte oder die Umwelt vor Kontaminationen zu schützen. Wir verstehen uns als „Know how Company" für Containments. Reinraumtechnische Innovationen von Skan machen seit über vier Jahrzehnten die Arbeit im chemisch-pharmazeutischen Labor einfacher und sicherer. Dabei stehen die Sicherheit der Anwender, der Produkte und der Umgebung stets im Mittelpunkt unseres Tuns.

Wie lautet Ihre Firmenphilosophie?
M. Altmann:
Unsere gelebten traditionellen Werte zeigen sich in Qualität, Partnerschaft und Kundennähe. Spezifische Lösungen, funktionsfähige Konzepte, deren Umsetzung in zuverlässige Reinluft-Anlagen und die leistungsfähige Serviceorganisation haben uns zum Marktleader und wichtigen Partner der Industrie und Forschungslaboratorien werden lassen.

Für welche Anwendungen werden Ihre Produkte besonders konzipiert?
M. Altmann:
Während Jahrzehnten wurden einfachste Abzugsysteme in den Laboratorien der Chemie- und Pharma-Industrie eingesetzt, welche einen vergleichsweise hohen Energieverbrauch aufwiesen und die Umwelt stark belastet haben, da noch keine Filter im Einsatz waren. Besonders die Arbeiten mit pulverförmigen Substanzen, bei denen Stäube und Aerosole freigesetzt werden, wie z.B. Probenahmen und Wägen, bergen Risiken für Verschleppungen. Hier wird seit Jahren die Skanair-Workstation, ein nach der SN EN 14175 geprüfter Sicherheitsabzug mit integriertem Filtersystem, erfolgreich eingesetzt. Die Sicherheits-Wägekabine Skanair HFC-SH für den Einsatz mit hochauflösenden Waagen sowie die Labor-Isolatoren im Umgang mit Zytostatika und CMR sind Weiterentwicklungen, welche speziell für diese anspruchsvollen Anwendungen konzipiert wurden und die sichere Handhabung kritischer Arbeitsschritte mit dem dafür notwendigen Containment erlauben. Aber auch im Service setzen wir neue Maßtstäbe: So konnten wir das giftige und cancerogene Formaldehyd, welches bisher für die Dekontamination von Werkbänken und Räumen eingesetzt wird, wirkungsvoll mit Wasserstoffperoxid ersetzen.

Welche Leistungen und Produkte stellen Sie auf der Ilmac in den Mittelpunkt Ihrer Präsentation?
M. Altmann:
Gemeinsam mit anspruchsvollen Kunden und ihren Anforderungen aus dem Labor findet eine stetige Weiterentwicklung statt. An der ilmac präsentiert die Skan AG eine breite Palette an innovativen Sicherheits-Containments. Das vorgestellte Programm reicht von der Wägekabine über Sicherheitsabzüge und mikrobiologischen Werkbänken sowie Laminarflow-Anlagen bis hin zum geschlossenen Containment, dem Isolator. Im Service haben wir zur Dekontamination von Werkbänken eine Weiterentwicklung auf den Markt gebracht, bei welcher das cancerogene und toxische, schwer abbaubare Formaldehyd mit unserem Decosis-Wasserstoffperoxid-Prozess ersetzt wird. Mit dem SolidFog, einem ähnlichen Verfahren, konnte zudem ein Raum-Dekontaminations-Konzept erarbeitet werden. Wir freuen uns, unsere Anwender persönlich auf der Messe begrüssen zu dürfen, um ihnen diese Neuheiten vorzustellen und mit ihnen einen Schritt weiter zu gehen. Aber selbstverständlich steht unser Messestand allen Interessierten offen.

Inwieweit entwickeln Sie Ihre Produkte mit Anwendern zusammen?
M. Altmann:
Die 50 qualifizierten Mitarbeiter der Lab Division setzen die zunehmend höheren Forderungen der gesetzlichen Vorschriften und Normen zuverlässig um. Im Markt sehe ich vor allem ein Ausbaupotenzial im Bereich der aktiven und toxischen Substanzen. Wir sind eine Know-how-Company und unser Verkaufsteam mit 10 qualifizierten Beratern vermittelt unseren Anwendern Wissen und entwickelt mit ihnen oft gemeinsam technische und normative Lösungen. Diese Kompetenz und das Praxis-Fachwissen begrenzen sich dabei nicht nur auf Containment-Lösungen; sondern auch auf professionelle Dienstleistungen mit Service, Wartung, Reparaturen und Qualifizierungen.

Wodurch zeichnen sich Ihre Produkte aus?
M. Altmann:
Zu den Kernkompetenzen der Lab-Division gehören die mikrobiologischen Werkbänke, welche heute mit unter 52 dB[A] zu den mit Abstand leisesten Werkbänken auf dem Markt gehören! Die Sicherheit der Anwender, der Produkte und der Umgebung stehen im Mittelpunkt der Produkte und Dienstleistungen. So haben wir im Service zur Dekontamination von Werkbänken eine Neuentwicklung auf den Markt gebracht, mit der wir das toxische, kanzerogene und schwer abbaubare Formaldehyd mit unserem Decosis-Wasserstoffperoxid-Prozess voll und ganz ersetzen. Dieses Wissen haben wir mit dem SolidFog auch in ein Raum-Dekontaminations-Konzept einfliessen lassen.

In der pharmazeutischen Industrie und nicht nur da, stehen Qualitätsrichtlinien oft im Mittelpunkt des Interesses. Nach welchen Kriterien bedienen Sie dieses Segment?
M. Altmann:
Die steigenden Anforderungen an Qualifizierungen und Dokumentationen unserer Kunden werden von geschulten und erfahrenen Spezialisten im Service- und Qualifizierungsteam fachgerecht umgesetzt. Die wachsende Dienstleistungsgruppe der Lab Division, rund um ihren Leiter Matthias Bittner, zählt bereits über 20 praxiserfahrene Fachleute. Sie betreut mehr als 800 Firmen, und insgesamt etwa 7500 installierte Anlagen in der Schweiz und im angrenzenden Ausland. Sie unterstützt die Anwender in ihrer täglichen Reinraum-Praxis und bietet auf hohem technischen Niveau Gewähr für langjährigen Nutzen und maximale Sicherheit.

Welche Dienst- und Serviceleistungen bieten Sie an?
M. Altmann:
Mehrere hundert Kunden haben feste Serviceverträge mit uns bzw. mit der verantwortlichen Dienstleistungsgruppe abgeschlossen. Ist eine Reparatur nötig, so ist diese innerhalb der Schweiz spätestens nach zwei Tagen abgeschlossen. Dafür bürgen wir. Dank unserem umfassenden Ersatzteillager und der, für die Schweiz sehr grossen Technikergruppe, können wir auch kurzfristig Probleme unserer Anwender speditiv und zuverlässig lösen. Für unseren Kundenkreis, vorrangig aus der Pharma-, aber auch aus der Uhren-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie, sind kürzeste Servicewartezeiten sehr wichtig. Dort sind wir nicht nur für hochwertigste Produkte, sondern auch für bestmöglichen Kundenservice bekannt. Diese Key-Faktoren schulen wir konsequent bei unseren Handelspartnern in Europa und gewähren damit unseren Kunden den gleichen hohen Standard wie in der Schweiz.

Welche Ziele verfolgen Sie mittel- und langfristig in Ihrem Unternehmen? Was ist Ihnen dabei persönlich wichtig?
M. Altmann:
Die Know-how-Company Skan soll ihre Marktposition behaupten und weiter ausbauen. Unsere Anwender sollen unseren Leistungen und Experten vertrauen. Das ist nur mit innovativen Produkten und einer sachkundigen Mannschaft möglich. Nach unserem Motto „Gemeinsam immer einen Schritt voraus" wollen wir nicht nur technologisch Herausragendes bieten, sondern auch eine besondere Atmosphäre für unsere Mitarbeiter schaffen. Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass sich unsere Mitarbeiter im Hause Skan wohl fühlen. Das fängt bei der Zufriedenheit am Arbeitsplatz an und hört mit einem familiären Betriebsausflug auf. Gerne zitiere ich Mitarbeiter, die gerne und lange bei uns sind. Mit seinen 32 Jahren ist Cyrill Stehlin z. B. schon ein alter Hase bei Skan, er fing vor 10 Jahren als Servicetechniker an und ist inzwischen zum Leiter und Koordinator von 12 Technikern aufgestiegen und nach eigenen Worten stolz ein „SKANianer» zu sein. Sein technisches Wissen und seine Kenntnisse der internen Abläufe machen ihn zu einer wichtigen Ansprechperson in der Dienstleistungsabteilung. Produktvielfalt, hoch motivierte Mitarbeiter mit Entscheidungsfreiheit sind Voraussetzung für eine interessante und abwechslungsreiche Arbeit. Auch der Umgang mit unseren Kunden ist angenehm und macht Spass. All diese Komponenten lassen das Vertrauen wachsen, was zwischen Anwendern und den Experten im Service wichtig ist. Unsere Mitarbeiter sind nach Möglichkeit in den ganzen Prozess involviert. Giuseppe Cirillo z. B. ist Teil des Verkaufsteams und seine Hauptaufgabe ist die Kundenberatung. Seine Arbeit beginnt mit dem Kundenkontakt und er bleibt involviert und informiert im ganzen Prozess, von der Bestellung der Anlage bis hin zur Anwenderschulung beim Kunden. Dadurch ist die Aufgabe vielfältig und interessant. Der Verkauf begleitet dem gesamten Prozess, vom ersten Meeting, über die Baustelle bis zur Übergabe der Anlage. Unsere besondere Firmenkultur mit ihren flachen Strukturen erlaubt es, Kundenanliegen schnell und effizient anzugehen, um Neu- und Weiterentwicklungen auf den Markt zu bringen. In engem Kontakt mit Kunden und Zulieferanten wächst das firmeninterne Know-how stetig an und wird in Form von Schulungen und Seminaren an die Kunden zurückgegeben, was ebenfalls zu Giuseppe Cirillo's Aufgabengebiet gehört. Wir bieten nicht nur Fachkompetenz in Personen-, Produkte- und Umgebungsschutz und Service, sondern wir gehen auf jeden Kunden individuell gemäß seinen Anliegen und Erfordernissen ein.

Kontaktieren

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.