Österreich investiert 8 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung (F&E)

  • Forschung und Entwicklung in Österreich nach Finanzierungssektoren. Quelle: Forschungs- und Technologiebericht 2011Forschung und Entwicklung in Österreich nach Finanzierungssektoren. Quelle: Forschungs- und Technologiebericht 2011
  • Forschung und Entwicklung in Österreich nach Finanzierungssektoren. Quelle: Forschungs- und Technologiebericht 2011
  • Entwicklung der F&E-Ausgaben als Anteil am Bruttoinlandsprodukt im Ländervergleich.  Quelle: Forschungs- und Technologiebericht 2011
  • Ländervergleich auf Basis des Innovation Union Scoreboard IUS 2010 (2010 vs. 2006). Die Gruppe der „Innovation Leaders“ umfasst etwa vier bis fünf Länder: Schweden, Finnland, Deutschland, Dänemark und Großbritannien (das nach neuem IUS allerdings nur mehr „Innovation Follower“ ist). In der Gruppe der „Innovation Followers“ befinden sich 10 Länder; die noch über (bzw. knapp unter) dem Durchschnitt der 27 EU-Mitgliedstaaten liegen. Neben Großbritannien sind dies Belgien, Österreich, die Niederlande, Irland, Luxemburg, Frankreich, Zypern, Slowenien (neu in dieser Gruppe) und Estland. Quelle: Forschungs- und Technologiebericht 2011

Österreich investiert 2011 mehr als 8 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung (F&E) und steigert seine Forschungsquote damit auf 2,79% des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Österreich liegt somit - bezogen auf die Entwicklung der Forschungsquote in den letzten zehn Jahren - über den Durchschnittsraten der EU-15 und -27, der OECD-Staaten und seit 2009 auch der USA. Bis 2020 sollen die Investitionen in die Grundlagenforschung stark angehoben werden, so der Forschungs- und Technologiebericht 2011.

Das Gesamtvolumen für F&E-Investitionen von 8,286 Mrd. Euro setzt sich aus der öffentlichen Hand, vornehmlich des Bundes (38,7 %), den Unternehmen (44,6 %) und dem Ausland (16 %) zusammen. Der Rest entfällt auf gemeinnützige Vereine und öffentliche Körperschaften.
Einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der F&E-Quote hatte bereits in den Vorjahren die öffentliche Hand geleistet. Mit rund 3,2 Mrd. Euro im laufenden Jahr werden die Ausgaben des öffentlichen Sektors um 4,5% gegenüber 2010 zunehmen. Die Gesamtinvestitionen für F&E liegen um 5% höher als im Vorjahr.

Forschungsausgaben der Unternehmen - Schlüsselinvestitionen in F&E

Im März 2011 beschloss der österreichische Ministerrat die Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI) mit dem Ziel, Österreich international als Innovationsführer zu etablieren. Zur Erreichung dieses Ziels sollen auch die Unternehmen stärker an den Gesamtforschungsausgaben beteiligt werden. Nach einem Rückgang in 2009 können in 2010 und 2011 wieder Zuwächse bei den Forschungsausgaben der Unternehmen verzeichnet werden. Voraussichtlich 3,698 Milliarden Euro wird der Unternehmenssektor in Forschung und Entwicklung investieren. Der Wert liegt 5,89 Prozent über dem des Vorjahres und steigt damit auch stärker an als das nominelle Bruttoinlandsprodukt (4,53 Prozent).

Österreich baute seine Unterstützung für Unternehmen auch während der Jahre der globalen Finanzkrise kontinuierlich aus. Dadurch wurden negative Auswirkungen auf Unternehmen und Arbeitsplätze begrenzt. Gleichzeitig konnte im Bereich angewandte Forschung ein Einbruch bei den F&E-Ausgaben verhindert werden.

Die Forschungsprämie für forschende Unternehmen wurde per 2011 von 8% auf 10% erhöht.

 

Forschungs- und Technologiebericht 2011

Durch die im März 2011 beschlossene Strategie der Bundesregierung „Potenziale ausschöpfen, Dynamik steigern, Zukunft schaffen: Der Weg zum Innovation Leader" werden ambitionierte Ziele vorgegeben. Eines der beschlossenen forschungs- und technologiepolitischen Ziele ist die Erhöhung der F&E-Quote auf 3,76% des Bruttoinlandprodukts.
Der Forschungs- und Technologiebericht informiert jedes Jahr über die Entwicklung der Forschungsquote im langjährigen Verlauf und vergleicht diese mit international relevanten Forschungsräumen. Mit der sehr erfreulichen und dynamischen Entwicklung der F&E-Quote Österreichs in der letzten Dekade liegt Österreich über den Durchschnittswerten der EU-15 und EU-27, der OECD-Staaten und seit 2009 der USA. Innerhalb Europas zählt sie mittlerweile zu den höchsten; nur Schweden, Finnland, Dänemark, die Schweiz und knapp Deutschland weisen höhere F&E-Quoten auf. Um bis 2020 eine F&E-Quote von 3,76% des BIP zu erreichen, bedarf es massiver zusätzlicher öffentlicher und privater Investitionen und einer noch dynamischeren Entwicklung als jene der Jahre 2000-2010. Die FTI-Strategie beinhaltet ein klares Bekenntnis zur Finanzierung der Grundlagenforschung sowie zur Förderung der angewandten Forschung und Entwicklung durch die öffentliche Hand.
Die Wechselwirkungen zwischen internationalen FTI - Strategien und nationalen forschungspolitischen Ausrichtungen finden sich in den Darstellungen der Europa 2020-Strategie, dem Nationalen Reformprogramm und der FTI-Strategie der Österreichischen Bundesregierung. Die bestmögliche Entwicklung und Nutzung von Humanressourcen, von exzellenter Spitzenforschung, die (organisatorischen) Rahmenbedingungen für Universitäten und Fachhochschulen sowie die Internationalisierung unternehmerischer FTI finden sich als weitere Schwerpunktthemen im vorliegenden Bericht.

 

http://www.bmvit.gv.at/

http://www.investinaustria.at

 

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.