Laborabzüge

Alte Probleme, neue Lösungen

  • Abb. 1: Exploris Variotop Abzüge mit höhenverstellbaren Tischplatten passen sich nicht nur der Größe des Anwenders an; für ausladendere Versuche wird aus einem Tischabzug ein Abzug mit besonders viel Innenraumhöhe.Abb. 1: Exploris Variotop Abzüge mit höhenverstellbaren Tischplatten passen sich nicht nur der Größe des Anwenders an; für ausladendere Versuche wird aus einem Tischabzug ein Abzug mit besonders viel Innenraumhöhe.

Moderne Abzüge haben mit den traditionellen „abgesaugten Arbeitsplätzen“ in Laboratorien wenig gemeinsam. Dies hat verschiedene Gründe, wie deutlich strengere Sicherheitsauflagen, Aspekte der „Nachhaltigkeit“, neue Technologie und veränderte Arbeitsabläufe.

Sicherheit
Mit der EN 14175 „Abzüge“ (2003) definiert der europäische Normenausschuss rechtsverbindlich die technischen Parameter für Abzüge. Ziel ist die Bestimmung des niedrigsten Abluftvolumenstroms, bei dem ein Abzug unter Prüfraumbedingungen noch sicher arbeitet. Die zulässigen Grenzwerte der Prüfung lassen sich nur dann einhalten, wenn der Abzug mit einem ausreichenden Luftdurchsatz betrieben wird. Daher muss der Abluftvolumenstrom überwacht und der Anwender bei Unterschreitung auf die Fehlfunktion hingewiesen werden. In der Praxis haben sich digitalen Anzeigen des Abluftvolumenstroms bewährt, die Schwächen in der Leistung des Laborabluftsystems erkennen. Entwicklungen, wie der Köttermann Exploris Airmonitor, verfügen über ein integriertes Datalogging, das dem Servicepersonal Informationen über Fehlfunktionen im laufenden Betrieb übermittelt. Betriebsparameter können vom Anwender exportiert und per Mail zum Hersteller geschickt werden. Der Anwender erhält die korrigierten Daten auf gleichem Weg zurück und aktualisiert die Betriebsparameter des Abzugs per Importfunktion.

In der Praxis spielt auch der Einfluss des Laboranwenders eine bedeutende Rolle: So können z. B. schnelle Bewegungen vor dem Abzug das Strömungsbild der Luft derart beeinflussen, das Schadgase aus dem Abzug austreten. Daher sollten unbedachte Bewegungen im Frontbereich des Abzugs vermieden werden, der Frontschieber sollte möglichst geschlossen bleiben und bei offenem Frontschieber, die Abzüge nicht mit dem kleinstmöglichen Luftvolumenstrom laufen.

Moderne Laborabzüge haben einen motorisch betriebenen Frontschieber. Hier überwacht ein Sensor, ob sich Personen vor dem Abzug befinden. Ist das nicht der Fall, wird der Frontschieber automatisch geschlossen. Positiver Nebeneffekt: Das Öffnen und Schließen des Frontschiebers erfolgt durch die Motorsteuerung gleichmäßiger als per Hand, was unerwünschte Verwirbelungen deutlich reduziert.

Zusätzliche Sicherheit erlangt man durch Lichtgitter.

Hier wird die Frontschieberebene überwacht und der Schieber gestoppt, bevor es zu Kollisionen mit herausragenden Teilen kommt.

Wirtschaftlichkeit
Abzüge verbrauchen teuer aufbereitete Laborluft. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen ist es daher wichtig, den Luftvolumenstrom des Abzugs zu reduzieren. Derzeit werden daher immer niedrigere Luftvolumenströme empfohlen. Doch die Sicherheit eines Abzugs steigt in der Regel gerade mit dem Luftdurchsatz. Das Herunterfahren des Luftvolumenstroms schont daher zwar die Umwelt und spart Betriebskosten, gleichzeitig wird der Abzug aber anfälliger für äußere Störungen.

Ergonomie
Nur gemeinsam im Dialog mit Anwendern lassen sich Produkte entwickeln, welche die täglichen Arbeitsabläufe unterstützen und verbessern und dabei gleichzeitig sicherer und effizienter machen. Auf Basis dieser Erkenntnisse bietet der neue Exploris Abzug eine Reihe neuer Ausstattungsmerkmale wie u. a. das Öffnen des Frontschiebers per Fußtaster. So bleiben beide Hände frei für den Transport von Gefahrstoffen oder zerbrechlicher Glasgeräte, was wiederum die Sicherheit erhöht. Bis zu acht Steckdosen im Innenraum lassen sich einzeln über einen Start-Stop-Timer innerhalb eines festgelegten Zeitintervalls ein- oder ausschalten oder durch einen Count-Down-Timer nach einem voreingestellten Zeitraum abschalten.

Neu auf dem Markt sind motorisch höhenverstellbare Abzüge in zwei Varianten. Die Absenkung des gesamten Abzugs ermöglicht kleineren Personen oder Rollstuhlfahrern einen ergonomischen Zugriff auf die Tischplatte. Die zweite und sinnvollere Lösung, die umgesetzt wurde, setzt auf eine mobile Tischplatte innerhalb eines fest stehenden Gehäuses, wodurch zusätzlich auch ein größerer Innenraum im Abzug entsteht.

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