22.04.2014
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Herzschrittmacher aus eigenen Zellen?

Weltweit ist die Zellprogrammierung derzeit ein bedeutendes Forschungsfeld in Medizin und Biologie. Mit ihren Arbeiten zur Programmierung von Stammzellen, die sich zu Zellen des Sinusknotens - dem natürlichen Schrittmacher im Herzen - entwickeln, haben Prof. Dr. rer. nat. Robert David und seine Mitarbeiter Julia Jung und Dr. rer. nat. Christian Rimmbach vom Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie (RTC) der Universitätsmedizin Rostock nun international beachtete Forschungsergebnisse erzielt. Kürzlich wurden diese Daten von Stem Cell Reports veröffentlicht.

„Durch spezifische Behandlung können wir die Stammzellen dazu bringen, in der Petrischale gezielt solche Schrittmacherzellen hervorzubringen. Bislang haben wir diese Ergebnisse mit Stammzellen von Mäusen gewonnen. Im nächsten Schritt wollen wir die Forschung auf menschliche Zellen übertragen, um langfristig eine Alternative zum bisher verwendeten künstlichen, elektrischen Schrittmacher zu entwickeln. So könnte in Patienten mit Herzrhythmusstörungen die natürliche Schrittmacherfunktion wiederhergestellt werden, was einen bedeutenden Fortschritt darstellen würde", erläutert der 46-jährige Biologe die Arbeit seines Teams.

Original publication:
Jung J. J. et al.: Programming and Isolation of Highly Pure Physiologically and Pharmacologically Functional Sinus-Nodal Bodies from Pluripotent Stem Cells. Stem Cell Reports, published online April 17, 2014. DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.stemcr.2014.03.006

oder unter
http://www.uni-rostock.de

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