08.04.2015
Webcast

VDI Ingenieurgeschichten: Ein ganzes Labor auf einem Chip

Dominique Bouwes

Der VDI veröffentlicht hier die erste Ingenieurgeschichte im Video-Format. Wenn man sich unseren Alltag einmal genauer anschaut, stellt man eins sehr schnell fest: Ohne Ingenieure und ihre technischen Erfindungen wäre unser Leben sicherlich nicht so angenehm, wie es heute ist. Denn Technik spielt im Alltag eines jeden von uns eine entscheidende Rolle - ob in Smartphones, in Autos oder in hochsensiblen Messinstrumenten in der Medizin, überall sind kleine Chips mit ganz besonderen Fähigkeiten am Werk. Zuverlässig messen, regeln und steuern sie unseren Alltag. In dieser, nur wenige Mikrometer großen Welt ist Dominique Bouwes zu Hause.

Als Ingenieurin der Mikrosystemtechnik arbeitet Dominique Bouwes in ihrer Firma, der iX Factory in Dortmund, an kleinen Lösungen für große Herausforderungen. Hier gilt: je kleiner, desto besser, effizienter und schneller. Bestes Beispiel, ihr aktuelles Projekt: ein sogenannter „Lab-on-a-Chip" zur Diagnostik von akuter Leukämie. Schmerzhafte Knochenmarkentnahmen und zeitaufwändige Laboruntersuchungen soll der neue Chip künftig überflüssig machen. Möglich wird das durch Biomarker auf dem Chip. Biomarker heften sich an erkrankte Zellen im Knochenmark und lösen ein Signal aus, das Aufschluss über den Typ der Leukämie gibt. Statt Tage müssen Ärzte und Patienten dank des Mikrolabors nur noch knapp eine Stunde auf ein Ergebnis warten. Im nächsten Schritt sollen dem Chip sogar nur ein paar Tropfen Blut für eine Diagnose reichen.

Zeigen, wie Ingenieurleistungen unseren Alltag verbessern
Der VDI will mit seiner Kampagne „Ingenieurgeschichten" die vielen großen und kleinen Innovationen der Ingenieurinnen und Ingenieure auch Menschen außerhalb der Technik-Community bekannt machen, denn sie wissen oft gar nicht, wie viel Ingenieurskunst sie überall umgibt. „Wir wollen eine Galerie der vielen deutschen Alltagsingenieurleistungen erstellen, die unsere Lebensqualität verbessern - im unscheinbar Kleinen wie im unübersehbar Großen", erklärt VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer.

„Dazu suchen wir beispielhafte Geschichten, die das rüberbringen - ohne Fachchinesisch und sehr persönlich." Und wer könnte besser für den Berufsstand sprechen, als Ingenieurinnen und Ingenieure selbst?

Warum sollte man sich mit seiner Ingenieurleistung bewerben?
Den Einreichern bringt die Bewerbung persönlich vor allem eins: Wahrnehmung für ihre Arbeit. Denn ausgewählte Geschichten werden jeweils der Mittelpunkt eines professionell produzierten Videos oder einer großen Fotoreportage, die vom VDI nicht nur in seinem großen Netzwerk sondern auch generell im Internet vermarktet wird. Das schafft Sichtbarkeit - sowohl für die ausgewählten Ingenieurinnen und Ingenieure als auch für deren Umfeld. Welche Ingenieurgeschichte ausgewählt wird, entscheidet eine hochkarätig besetzte 13-köpfige Jury. Die Juroren sind sowohl ehrenamtliche Mitglieder des Vereins sowie Unternehmens- und Medienvertreter. Im vergangenen November entschied die Jury das erste Mal welche zehn Geschichten aus allen Einreichungen in diesem Jahr als Kurzfilm oder Fotostory vermarktet werden. Im November 2015 findet die nächste Jurysitzung statt - Zeit genug also, sich mit der eigenen Ingenieurgeschichte noch zu bewerben auf www.ingenieurgeschichten.vdi.de.

Werfen Sie auch einen Blick auf die Geschichte von Mathias Thomas.

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Verein Deutscher Ingenieure (VDI)
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: +49 (0) 211 62 14-0
Telefax: +49 (0) 211 62 14-575

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